Aktuelles, Sportpolitik

Werner Goldmann hegt Hoffnungen auf Wiedereinstellung

17. April 2009 | David May

Goldmanns Schützling Robert Harting mit WM-Silber in Osaka (Japan) © wikipedia/Eckhard Pecher (Arcimboldo)

Der von DDR-Dopingopfer Gerd Jacobs beschuldigte Wurf-Trainer Werner Goldmann kann laut dem Bundestagsabgeordneten Steffen Reiche möglicherweise wieder beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) seinem Traineramt nachgehen.

Der ehemalige Trainer des Diskuswurf-Vize-Weltmeisters Robert Harting gab in der vergangenen Woche eine Erklärung zu seiner Doping-Vergangenheit in der DDR ab. Nun hofft Goldmann durch die unabhängige Dopingkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der Steffen Reiche angehört, wieder eingestellt zu werden.

Steffen Reiche sagte gegenüber dem „Deutschlandfunk“: „Er hat lange mit sich gerungen, es gab gerichtliche Auseinandersetzungen, die auf diese Weise, denke ich, jetzt aber geklärt worden sind.“

Laut Reiche hatte der DDR-Erfolgstrainer auch eine Zusatzerklärung zu Gerd Jacobs eingereicht. „Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat dies auch so erbeten, um auf diese Weise die Weiterbeschäftigung des sehr erfolgreichen Trainers auch in den nächsten Jahren zu ermöglichen“, meinte der Bundestagsabgeordnete weiter.

Derzeit hat Goldmann  eine Klage gegen den DLV auf Wiedereinstellung vor dem Arbeitsgericht in Darmstadt zu laufen. Für DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop ist der  „Status quo“ aber unverändert.

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