Aktuelles, Sportpolitik

Trainer Schulz gibt Doping zu DDR-Zeiten zu

5. Juni 2009 | Jörgen

© wikipedia/ Henryart

Der Trainer von Weitsprung-Halleneuropameister Sebastian Bayer, Joachim Schulz, hat zugegeben, zu DDR-Zeiten Dopingmittel verabreicht und auch selbst ausprobiert zu haben. Schon 1990 habe Schulz diesen Umstand dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) mitgeteilt.

Gegenüber der Frankfurter Allgemeine sagte Schulz: „Ja logisch, ich habe es auch verabreicht.” Vor der Wende war der derzeit in Aachen lebende Gymnasiallehrer bei Turbine Erfurt tätig und probierte die Mittel selber aus, um die Doping-Wirkung zu erfahren.

Der 55-Jährige habe seinen Schützling Bayer, der im März bei der Hallen-EM inTurin mit sensationellen 8,71 Meter Europarekord erzielt hatte, vor drei Jahren auf einer Autofahrt über Hochleistungssport-Praktiken der DDR aufgeklärt. Bayer sagte dazu: „Was früher passiert ist, ob in der BRD oder in der DDR, ist passiert. Das Thema ist abgeschlossen. Heute ist eine andere Zeit.”

Zu möglichen Anschuldigungen, dass Bayer bei seinem Weitsprung-Rekordsatz gedopt war, sagte Schulz: „Ich weiß, dass Sebastian absolut sauber ist und es immer sein wird. Und er wird noch deutlich über 8,50 Meter springen.”

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