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ISTAF mit britischem Sprinter Dwain Chambers?

12. März 2009 | Jörgen

Dwain Chambers © wikipedia

Doping-Sünder Dwain Chambers soll beim Leichtathletik-Meeting ISTAF, am 14. Juni in Berlin, teilnehmen dürfen. Dafür sprach sich der Geschäftsführer des Berliner Leichtathletik-Meetings, Gerhard Janetzky, kürzlich aus. Dagegen rudert die Vereinigung der Europa-Meetings, die den britischen Hallen-Europameister weiterhin nicht einladen will, trotz dessen seine Dopingsperre 2005 abgelaufen ist.

Gegenüber dem Berliner “Tagesspiegel” sagte der ISTAF-Geschäftsführer: „Ich finde, dass es für Athleten kein Berufsverbot geben darf.“ Bei der Halle-EM in Turin ist Dwain Chambers über 60 Meter souverän zu Gold gesprintet. Im Halbfinale hat der Brite sogar in 6,42 Sekunden einen neuen Europarekord aufgestellt.

Vor kurzem hat der 30-Jährige ein Buch „Race against Me: My Story“ veröffentlicht. Darin ist zu lesen, der Sprinter habe mehr als 300 verschiedene verbotene Mittel vom Doping-Labor BALCO im jährlichen Wert von 30 000 Dollar bekommen.

„Mich stört diese Ungleichbehandlung: Es hat schon viele Athleten gegeben, die nach Ablauf ihrer Sperre starten durften, warum soll man Chambers härter bestrafen als andere?“, fügte Janetzky hinzu.

Ist die Meinung des ISTAF-Geschäftsführers in Ordnung, oder sollte man Doping-Sünder  zu großen Wettkämpfen trotz abgelaufener Sperre weiterhin nicht einladen?

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