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IAAF-Präsident Lamine Diack übt Kritik am WM-Gastgeber
19. März 2009 | Jörgen
IAAF-Präsident Lamine Diack © wikipedia/ Eckhard Pecher
Der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, Lamine Diack, übte Kritik an der Mentalität des Gastgebers der kommenden Weltmeisterschaften in Berlin und forderte von den Deutschen mehr Optimismus.
Nur noch Monate sind es bis zu den globalen Titelkämpfen in der Hauptstadt Deutschlands. Jetzt äußerte sich der IAAF-Präsident Lamine Diack kritisch zum Gastgeber. „Die Deutschen schauen zu viel in den Rückspiegel. Sie müssen nach vorn sehen, sonst entmutigt man junge Leute, zur Leichtathletik zu kommen. Wir sind die Sportart Nummer eins bei Olympia. Daran sollte das Land denken“, sagte der Senegalese gegenüber Zeit Online und dem Tagesspiegel.
Des Weiteren mahnte Diack an, der WM-Gastgeber solle sich nicht als Speerspitze in der Dopingbekämpfung geben. „Wir müssen weniger über Doping reden, mehr über die schönen Seiten der Leichtathletik“, sagte er der 75-Jährige.
Befürchtungen hat der Präsident, dass sich im August „alles nur auf Doping konzentrieren würde. Nach dem Motto: Wir Deutschen sind sauber und die anderen schmutzig. Der Deutsche Leichtathletik-Verband ist der Verband, der Doping am ernsthaftesten bekämpft. Aber man muss mit Vorwürfen gegenüber anderen sehr vorsichtig sein, schließlich kämpfen auch wir als internationaler Verband gegen Doping“, meinte der IAAF-Präsident weiter.
Sieht das Herr Diack nicht alles ein wenig zu blumig? Wie kann man angesichts der vergangenen Dopingskandale, gerade in der Leichathletik, behaupten, man müsse weniger über Doping reden?


