Aktuelles, Sportpolitik, WM

Harting attackiert Doping-Opfer-Hilfe-Verein

19. August 2009 | Jörgen

Robert Harting © wikipedia/Eckhard Pecher (Arcimboldo)

Während der WM hat Diskuswerfer Robert Harting mit seiner Verbalattacke gegen den Doping-Opfer-Hilfe-Verein (DOHV) für einen Skandal gesorgt. Nun denkt der DLV über mögliche Konsequenzen gegen die deutsche Medaillen-Hoffnung nach.

Erst qualifizierte sich Harting mit auf 66,81 Meter souverän für das WM-Finale. Danach griff der Berliner den Verband verbal an. „Wenn der Diskus aufkommt, soll er gleich gegen eine der Brillen springen, die die Dopingopfer hier verteilt haben – damit sie wirklich nichts mehr sehen. Die Leute, die die Sachen vor den Kopf bekommen, sollen sich Gedanken machen”, sagte gegenüber dem Sportinformationsdienst SID.

Grund für seinen verbalen Ausraster waren die Angriffe des DOHV gegen Hartings Trainer Werner Goldmann, der in das Dopingsystem der DDR verstrickt war.

Um die Stimmung nicht noch mehr aufzuheizen, folgte gleich eine Erklärung des DLV, dass Harting „seine Aussagen gegenüber Dopingopfern bedauerte” und „dass die Anspannung des Qualifikations-Wettkampfes nachwirkte und zu unakzeptablen Äußerungen geführt hatte.”

Weiter ist dem DLV-Text zu entnehmen: „Robert Harting ist gegen jede Form des Dopings.”, und der Athlet werde sich „nach seinem Wettkampf in der DLV-Pressekonferenz am Donnerstag, 20. August, persönlich äußern und danach wird der Deutsche Leichtathletik-Verband die Problematik mit ihm noch einmal diskutieren.”

Noch mehr zur Leichtathletik-WM: Leichtathletik-WM Special von Sportal

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