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Fünf DLV-Trainer geben Doping zu DDR-Zeiten zu

7. April 2009 | Jörgen Heller

© wikipedia/ Henryart

Fünf Trainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes haben Doping-Praktiken zu DDR-Zeiten zugegeben. Laut dem DOSB dürfen die Personen weiter für den DLV ihrem Traineramt nachgehen.

Bei den geständigen Personen handelt es sich um Siebenkampf-Trainer Klaus Baarck aus Neubrandenburg, Diskuswurf-Trainer Gerhard Böttcher aus Halle/Saale, Sprung- und Mehrkampf-Trainer Rainer Pottel aus Berlin, Speerwurf-Trainerin Maria Ritschel aus Halle Saale und Kugelstoßtrainer Klaus Schneider aus Magdeburg.

Laut dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hat eine eingesetzte Kommission die Verlautbarung der ostdeutschen Trainer „als wichtigen und hilfreichen Schritt bezeichnet“. Der DOSB hat auch keine Bedenken, die Personen weiter für den DLV arbeiten zu lassen.

Dass die DDR-Trainer selber Initiative ergreifen, empfinde ich als den besten Schritt, auch bezüglich der  Aufarbeitung ihrer eigenen Vergangenheit. Auch die Denkweise des DOSB ist sehr produktiv. Sind diese Trainer doch hoch qualifizierte  Sportwissenschaftler, die mit ihrer Kenntnis für die deutsche Leichathletik mehr als hilfreich sind.

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  1. uwe trömer am 7. April 2009 07:14 

    Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble begrüßt Geständnisse von Trainern des Deut-schen Leichtathletik Verbandes!!!

    hier zwei auszüge aus der trainer-erklärung:

    Wir waren im Einzelfall am Einsatz unterstützender pharmazeutischer Substanzen (Dopingmittel) beteiligt. Uns war bekannt, dass dies den Regeln des Sports widersprach, doch fühlten wir uns durch die Vorgaben des Staates legitimiert. Bei einer Weigerung, diese Mittel weiterzugeben, hätten uns der Ausschluss aus dem Leistungssport und damit erhebliche berufliche Nachteile gedroht.

    Trotz des systembedingten Drucks betrachten wir den Einsatz von Dopingmitteln aus heutiger Sicht als Fehler. Soweit die Sportler durch den Einsatz von Dopingmitteln gesundheitliche Schäden davon getragen haben sollten, sind wir tief betroffen und bedauern dies sehr. Die daran beteiligten Trainer

    liebe dopingtrainer und dopingärzte,

    ich nehme eure entschuldigung nicht an!

    begründung:

    1. nach 20 jahren ist es zu spät!
    2. ihr wusstet genau was ihr uns verabreicht und habt bewusst mit unserem leben gespielt.
    3. ihr wurdet/werdet auch- und wegen eurer dopingkenntnisse im ddr-sport prämiert und im gesamtdeutschen sport hofiert.
    4. ihr konntet zu ddr-zeiten keinen aufrechten gang…und jetzt stellt ihr euch auch noch als opfer des systemzwangs dar…wie erbärmlich!

    uwe trömer (anerkanntes ddr-dopingopfer und ehemaliger gedopter radsport-vizeweltmeister)




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