Aktuelles, Sportpolitik
DLV-Präsident Prokop denkt an Doping-Polizei
6. Mai 2009 | David May
DLV-Präsident Prokop denkt an eine Doping-Polizei © wikipedia/ Henryart
Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Clemens Prokop, setzt sich für eine energischere Vorgehensweise gegen Dopingsünder ein. Dabei will der Präsident den Dopingkontrollbehörden einen hoheitlichen Charakter verleihen.
Gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung sagte Prokop: “Die Nationale Antidoping-Agentur NADA müsste so etwas wie eine Doping-Polizei mit staatlicher Kompetenz werden.”
Laut dem 52-Jährigen solle die Dopingbekämpfung zur staatlichen Aufgabe gemacht werden und die NADA dürfe hoheitliche Aufgaben verrichten. Weiter sieht Prokop in der Gründung einer Doping-Polizei einen potentiellen Vorbildcharakter für andere Länder. „Wenn Deutschland und Frankreich Ernst machen, könnten sie es auf europäischer Ebene durchsetzen”, erklärte der DLV-Präsident.
Was haltet ihr von solchen Gedanken? Wäre das der richtige Weg, gegen Dopingsünder vorzugehen?



Edwin Klein am 25. Mai 2009 02:05
Endlich. Dopingbekämpfung in staatliche, sprich hoheitliche Hände, der bloße Verdacht genügt nicht, es muss bewiesen sein. Und die Beweislast liegt nicht mehr beim Sportler. Das nenne ich Demokratie!
Endlich auch Klingeln morgens um sieben bei meinem Nachbarn, denn Doping ist ja nun mal kein Tatbestand, der sich ausschließlich auf den Spitzensport bezieht. Oder wird bei hoheitlichen Aufgaben getrennt zwischen Spitzensport und Gesellschaft? Blond und schwarz? Katholisch und evangelisch?