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DLV-Asse präsentierten sich bei DM in Braunschweig in EM-Medaillenform

19. Juli 2010 | Jörgen

Robert Harting © wikipedia/Eckhard Pecher (Arcimboldo)

Diskus-Weltmeister Robert Harting hat sich bei den deutschen Meisterschaften in Braunschweig mit starken 68,67 Metern zum vierten Mal in Serie den DM-Titel geholt. Insgesamt zeigten sich die Leistungsträger des DLV in guter EM-Verfassung.

Anderthalb Wochen vor den EM in Barcelona präsentierten sich die Protagonisten des DLV schon in Medaillenform. Zur EM vom 27. Juli bis 1. August werden maximal 80 deutsche Athleten fliegen.

EM-Hoffnung Carolin Nytra siegte über 100 Meter Hürden in einer starken Zeit von 12,72 Sekunden”, sagte die 25-Jährige zur dpa.

Hochspringerin Ariane Friedrich holte sich ihren fünften DM-Titel mit einem Zwei-Meter-Sprung. Somit ist die WM-Dritte gerüstet, für die Fortführung des Duells mit der kroatischen Weltmeisterin Blanka Vlasic. “Wer sagt, dass mich noch etwas trennt von ihr?”, meinte Friedrich.”Ich denke, meine Form ist genauso gut, wenn nicht noch besser als letztes Jahr.”

Hammerwerferin Betty Heidler stellte in Braunschweig mit 75,82 Metern einen Meisterschafts-Rekord auf. Stabhochsprung-Ass Malte Mohr holte sich mit 5,75 Metern den DM-Titel und ist hoffnungsvoll für die EM. “Ich erwarte in Barcelona eine Medaille und hoffe natürlich auf Gold”, so Mohr.

Christian Reif siegt im Weitsprung: “Ich habe jetzt drei Sprünge über 8,20 Meter und hier einen über 8,18 gezeigt: Da muss eine Medaille in Barcelona das Ziel sein”, so der neue Deutsche Meister.

Nach ihren 4,65 Metern im Stabhochsprung-Krimi war Silke Spiegelburg über ihren fünften Titel sehr glücklich. Lisa Ryzih als Zweite und Carolin Hingst (beide 4,60) dürften aber auch bei der EM starten. “Es hat Spaß gemacht, weil wir alle so eng beieinander waren”, meinte Spiegelburg.

Verena Sailer gewann den Titel über 100 Meter in 11,23 Sekunden. Speerwerferin Christina Obergföll musste eine überraschende Niederlage hinnehmen. Die Olympia-Dritte unterlag mit 63,13 Meter der Leverkusenerin Katharina Molitor (64,27).

Die größten Härtefälle der deutschen Leichtathletik bleiben aber Hochspringer Raul Spank und Sebastian Bayer.

Der lange verletzte WM-Dritte Raul Spank wurde im Hochsprung zwar Deutscher Meister aber mit 2,25 Metern verpasste er genauso wie Sebastian Bayer im Weitsprung die EM-Norm. Der DLV wird ihnen aber aller Voraussicht ein EM-Hintertürchen offen lassen.

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