Aktuelles, DM, EM, International, Sportpolitik, WM
DDR-Dopingopfer wollen während der WM protestieren
27. April 2009 | Jörgen Heller
DDR-Opfer planen bei der WM Protest © wikipedia/ Henryart
Dopingopfer der DDR planen während der Leichtathletik-WM vom 15. bis 23. August in Berlin zu protestieren. Mahnwachen vor dem Berliner Olympiastadion sowie Gespräche mit Spitzenfunktionären des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der Welt-Anti-Doping Agentur (WADA) und des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF) sollen der Aufklärung dienen.
Die frühere DDR-Sprinterin Ines Geipel sagte in einem Interview mit dem Deutschlandfunk: „Als Geschädigte fühlen wir uns dafür verantwortlich, den Sport nicht in den alten Mustern weiterzuführen.“ Die ehemalige Athletin, die Opfer des DDR-Dopingsystems ist, fügte hinzu: „Wir wissen, welcher Preis dafür bezahlt wird und wie viele Opfer er erzeugt.“
Grund für die Forcierung der Aktivitäten sei die „Reinwaschung ehemaliger Doping-Trainer“ durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und seiner Fachverbände sowie durch den Bundesinnenminister. Kürzlich hatte der DOSB ein Bekenntnis von fünf Trainern des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zu ihrer Doping-Vergangenheit akzeptiert und sich für eine Weiterbeschäftigung ausgesprochen.



Walter Binder am 22. August 2009 23:41
Das die damaligen DDR Sportler durch Doping geschädigt wurden, ist schlimm.
Aber mal ganz ehrlich, was ist daran heute wichtig, ausser der Erkenntnis, dass so etwas nciht nochmal passieren darf?
Jede Straftat ausser Mord, wäre nach 20 Jahren verjährt. Gilt das nicht auch für die Leute die das damals, vermutlich auf Anweisung, in den Sportzentren der DDR machten?
Die Dopingopfer haben eine Entschädigung erhalten. Eine sehr kleine zwar, aber immerhin aus der Bundeskasse, also zu 80 % von Leuten, die damit nichts, aber auch gar nichts zu tun haben.
Entschuldigung, aber nach 20 Jahren sollte nun langsam Ruhe einkehren, oder man soll gegen die Leute offiziell eine anzeige machen dun wenn dabei etwas herauskommt, oder eben nicht herauskommt, dann muss Ende sein.