Aktuelles, Meeting, Sportpolitik

Berlin keine Diamond-League-Station

16. Juni 2009 | Jörgen Heller

Das Berliner Olympiastadion wird wohl nicht mehr das Zuhause des ISTAF sein© flickr/sir_james

Die ab 2010 stattfindende Diamond League der Leichtathleten wird ohne deutsche Stationen ausgetragen werden. Meldeschluss für die neue Meeting-Serie ist Ende Juni. Aber über die neuen Fernseh-Verträge wird erst nach der Weltmeisterschaft im August in Berlin entschieden.

Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Clemens Prokop, sagte gegenüber der dpa: “Ohne Garantien vom Fernsehen war ein Einstieg in die Serie nicht möglich.” Der Präsident fügte hinzu: “Wir haben uns um eine Fristverlängerung bemüht, dies war für den Weltverband und die Organisatoren der neuen Serie nicht akzeptabel.”

ISTAF-Direktor Gerhard Janetzky erklärte, dass noch in dieser Woche über die Zukunft des ISTAF entschieden wird. Möglicherweise wird das Meeting im Jahnsportpark der Hauptstadt sein neues zu Hause finden. Um an der neuen Diamond League teilzunehmen, ist ein Etat von mindestens 3,5 Millionen Euro pro Sportfest erforderlich, was ohne Fernseh-Verträge nicht zu realisieren sei.

Prokop sagte zum ISTAF, welches möglicherweise am Sonntag zum letzten Mal im Olympiastadion ausgetragen worden ist. “Es blutet einem das Herz, wenn man daran denkt. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass das Meeting im Olympiastadion verbleibt.”

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